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Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die schwarze Kugel, steht da in meinem Notizbuch.
So beschrieb ich am Ende den letzten, den innersten Teil des Schmerzes, den man mir zugefügt hat. Natürlich befindet sich keine schwarze Kugel in mir. Aber wie soll ich sonst den Schmerz bezeichnen, der in mir zurückgeblieben ist, und zu dem man so schwer vordringt?“

aus „Ich werde es sagen – Geschichte einer missbrauchten Kindheit“
von Christian Ditlev Jensen, Verlag Klett-Cotta.

   

weitere Literaturempfehlungen

„Zart war ich, bitter war's“ - Handbuch gegen sexuellen Missbrauch, hrsg. von Ursula Enders, Verlag Kiepenheuer & Witsch, ISBN 3-462-02984-3

„Monster oder liebe Eltern?“ - Sexueller Mißbrauch in der Familie, hrsg. von Klaus-Jürgen Bruder u. Siegrid Richter-UngerVerlag Vandenhoeck& Ruprecht,
ISBN 3-525-45815-0

„Wofür die Worte fehlen“ von Caroline Philipps, Verlag Ueberreuter,
ISBN 978-3-8000-5533-3

„Auch Indianer kennen Schmerz“ - Sexuelle Gewalt gegen Jungen. Ein Handbuch von Dirk Bange und Ursula Enders, Verlag Kiepenheuer & Witsch,
ISBN 3-462-02467-1

„Eltern von sexuell missbrauchten Kindern“ - Reaktionen, psychosoziale Folgen und Möglichkeiten der Hilfe. Von Dirk Bange. Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG,
ISBN 978-3-8017-2357-6

 

Filmempfehlungen

Das Fest - von Tomas Vinterberg (1998)

Zur Feier seines 60. Geburtstags lädt der Hotelier Helge Klingenfeldt Freunde und Verwandte auf seinen schlossähnlichen Landsitz ein. Obwohl seine ältere Tochter Linda sich gerade erst das Leben nahm, beginnt das Fest fröhlich. Aber dann hält sein älterer Sohn Christian eine Tischrede, in der er seinen Vater beschuldigt, ihn und seine Zwillingsschwester Linda als Kinder jahrelang sexuell missbraucht zu haben ... Das sei auch der Grund für Lindas Depressionen gewesen.
Die Gäste empören sich über Christians skandalösen Auftritt, den sie zunächst für einen abgeschmackten Scherz halten. Helge leugnet, kann jedoch die meisten Gäste nicht von seiner Unschuld überzeugen. Nur sein jüngerer Sohn Michael und einige seiner Vertrauten halten vorerst zu ihm und schaffen Christian vor die Tür. So rasch wie möglich möchten die Gäste der peinlichen Situation entfliehen, aber der Koch Kim, der seinen Jugendfreund Christian zu der Abrechnung mit dem Vater ermutigt hatte, ließ die Autoschlüssel einsammeln, damit die Familienmitglieder einander nicht entkommen können.

Das Drehbuch von "Das Fest" wurde für das Theater adaptiert u. kam u.a. 2000 am Staatsschauspiel Dresden zur Aufführung.

 

Die Jagd - von Tomas Vinterberg (2013)
Dänemark / Schweden 2012Er sei eine Antithese zu seinem Film „Das Fest“ sagt Regisseur Thomas Vinterberg über seinen neuesten Film „Die Jagd“.

Unschlüssig steht die kleine Klara vor der Kaufhalle. Sie weiß den Weg nach Hause nicht. Aber Lucas weiß ihn. Er ist nicht nur der beste Freund ihres Vaters, sondern seit die Schule des Ortes geschlossen wurde auch Kindergärtner. Und Klara mag ihn sehr, so sehr, dass sie ihm am nächsten Tag ein Herz aus Plastikperlen schenkt und ihn mitten auf den Mund küsst. Auch Lucas mag das sensible, phantasiebegabte Mädchen. Und es gibt zur Zeit nicht viel in seinem Leben, was ihm Freude macht. Nach der Scheidung lebt er allein im früheren Haus der Familie, und seit er auch noch seinen Job als Lehrer verloren hat, ist sein Hund sein engster Gefährte. Kurz darauf berichtet Klara der Leiterin des Kindergartens, dass sie Lucas nicht mag und er ihr seinen Penis gezeigt hat. Der eilends herbeigeholte Psychologe fragt nach dem, was seine eigene Angst ihm diktiert, und so steht das Wort des kleinen Mädchens als Wahrheit im Raum. In Sekundenbruchteilen wird Lucas zur Unperson der Familie seines besten Freundes. Kurz darauf steht die gesamte Kleinstadt gegen ihn auf.
Im Gegensatz zu „Das Fest“ ist „Die Jagd“ kein Krimi, der am Ende der Nacht die Wahrheit hervorbringt. Vinterberg konzentriert sch mit der ganzen Intensität seiner Bilder auf das Erleben des Opfers. Statt dramatischer Gefühlsausbrüche zeigt Mads Mikkelsen einen Mann, der erkennt, in welcher Gefahr er sich befindet, aber der einen langen Weg gehen muss, ehe er sich zu seiner Verteidigung entschließt. Und mittendrin das Kind Klara, das mit großen Augen beobachtet, wie die Erwachsenen um sie herum verrückt geworden zu sein scheinen.
(www.programmkino.de)